Herbstlaufen

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Herbstlaufen ist etwas ganz besonderes. Zugegeben, es kostet schon sehr viel Überwindung bei dem kalten Wetter da draußen die Laufschuhe zu binden und raus zu gehen. Ich verrate euch  etwas, vielen Sportlern geht es ähnlich- man glaubt es kaum, aber sie sind auch nur Menschen. Aber wie machen die das nur?

Aufstehen, anziehen, loslaufen, die meisten Profis denken sich nichts dabei. Für normale Menschen, wie du und ich, also Hobbysportler, wir denken zu viel nach. Da tut die Überwindung schon richtig weh bei schlechtem Wetter die Laufschuhe zu schnüren. Die ersten Schritte- Horror!! Aber sobald die erledigt sind, „rennt“ der Rest von selbst!
Klar, es ist eine Frage der Motivation. Nasser Asphalt, nebelige Luft, feuchte klebrige braune Blätter am Boden versus kuschelige Couch, warme Fleecedecke, heißer Tee und eure Lieblingsserie auf Netflix. Zugegeben, es gibt kein Argument der Welt, dass gegen einen flauschigen Abend neben der Zentralheizung spricht und trotzdem steht die Frage im Raum: Soll ich trotzdem laufen gehen? Was spricht dafür?

2017 habe ich eine Facebook- Umfrage gestartet zum Thema „Laufen im Herbst“. Ich war positiv überrascht, dass ich anscheinend sehr viele sportliche Leser habe, das freut mich.
Immerhin, 62% von euch trainieren tatsächlich 2x und öfter pro Woche und immerhin 73% liebt das Gefühl, sich im Herbst draußen sportlich zu betätigen. Solltest du nicht dazu gehören, hier habe ich die Motivationstools zusammengefasst, die ihr für motivativ genug betrachte, um euch vom Sofa auf die Laufstrecke zu schicken- bin gespannt, was ihr dazu sagt.

Hier die top Antworten aus der Umfrage:

  1. Man fühlt sich danach einfach besser, der Kopf wird frei und auch „schlechtes“ Wetter hat seinen Reiz (Laubfärbung und Nebelschwaden,…) :-)“
  2. Das gute Essen danach, die Dusche und das Couching macht nachher mehr Spaß und ist ehrlich verdient“- Die Belohnungsstrategie! Zieht!- das kann alles sein- es kann auch ein neues Shirt von Mango sein, dass ihr euch verdienen dürft, wenn ihr ein Monat je 2x die Woche fleißig durchgezogen habt. Wer weiß, vielleicht sogar ein Kleidergröße weniger…
  3. Zu zweit macht es mehr Spaß als alleine“- sucht euch einen verlässlichen Laufpartner!
    YEAH BABY, that’s right! Mein Freund und ich haben uns immer gegenseitig gepusht und dank ihm bin ich wirklich flott geworden und ich hab ihn dazu motiviert regelmäßig etwas zu tun.
  4. Du musst es nicht tun, aber wenn du es tust wirst du dich gut fühlen!“- die psychologische Strategie. Da plagt mich doch gleich ein schlechtes Gewissen, dass ich heute noch nicht laufen war… Und es will nicht mehr aus meinem Kopf raus („Du musst es nicht tun, ABER…!“)arrrrrrrrrg sehr gut!
  5. Wenn es schwabbelt, ist es Fett!“ Vielen Dank, ich hab herzlich gelacht. Schwarzenegger hatte Recht!
  6. Beweg dich du faule Sau!“ Funktioniert bei denen, die mit ausgeschmückten Überredensfloskeln nicht zu bewegen sind! Da wird nicht rumdiskutiert, los geht’s!

Für mich persönlich ist Laufen im Herbst ein ganz besonderes Erlebnis. Mich reizt es draußen zu schwitzen, wenn das Wetter kühler und nasser ist. Im Sommer kann ja jeder laufen gehen. Man fühlt sich im Herbst einheitlicher mit der Natur – ok, das klingt verdammt blöd. Ich überlege gerade, wie ich das am ehesten Beschreiben kann… Nässe und Kälte wirken irgendwie reinigend und erfrischend auf Lunge und Geist. Das Atmen fällt sehr viel leichter, als in puffheißer Abendluft nach Sauerstoff zu ringen und nachdenken funktioniert auch besser und einfacher. Die Gedanken hängen nicht so schwer in der Luft und manches Problem wirkt „lösbar“. Ich habe auch das Gefühl, dass ich durch Laufen im Herbst und Winter seltener erkältet und krank bin.

Ich laufe im Winter auch schneller als im Sommer. Also, ich weiß nicht ob das vielleicht doch mal an der Angst im Nacken liegt, wenn es schon früher dunkel wird und man dadurch schneller heim will oder die Temperaturregulation besser funktioniert und der Körper durch die kühle Umgebung mehr Leistung aufbringen kann.

Ein zusätzlicher Pluspunkt bietet das Laufen bei Herbst im Kinderwagen. So hat man die Möglichkeit mit den Zwergen raus an die frische Luft zu kommen und für sich selbst etwas zu tun. Besser als fröstlend am nassen Spielplatz rumzugammeln. Die Kids bekommen auch in 30 Minunten mehr zu sehen als beim Spaziergang 🙂 Meine Kleine findet das super, dass Mama schneller ist als sonst.

Was ihr über Laufen mit dem Buggy beachten solltet, erfahrt ihr HIER. Außerdem: Krafttraining für das Laufen mit dem Babyjogger.

Neben der landschaftlich beeindruckenden Umgebung, die der Herbst bietet, wirkt die Stimmung ruhiger, leiser und zurückgezogener- gerade in der Vorweihnachtszeit merkt man das besonders auf den Straßen und in den Gassen. So gelingt das Abschalten noch viel leichter und man hat das Gefühl, dass einen nicht dauernd irgendwelche Leute bedrängen und man in Spießroutenläufen zwischen den Menschen durchrennen muss. Man hat so mehr Zeit mit sich selbst und kann achtsamer durch die Gegend laufen- das ist sehr wichtig.

VORSICHT: Laufen im Dunkeln ist nicht immer sehr empfehlenswert zu später Stunde.

  • Bitte benutzt Hauptverkehrswege, die Gehsteige sind ab 18:00 ohnedies weniger stark frequentiert, daher leichter zu belaufen, weil weniger Leute.
  • Vermeidet einsame Forstwege und Gassen.
  • Denkt daran Reflektoren an eurer Kleidung anzubringen, um besser gesehen zu werden.
  • Mein Freund kennt meine Laufstrecke, das beruhigt ihn und mich, wenn ich alleine unterwegs bin.
  • Lauft ohne Kopfhörer! Ihr könnt so leichter hören, ob ein Auto kommt bei Kreuzung der Straße und ob euch im schlimmsten Fall jemand folgt.

Das wars! War etwas für dich dabei?
Hier gibts noch extra Tipps für Laufanfänger und wenn jemand Startschwierigkeiten hat, einfach bei mir melden und wir gehen es gemeinsam an!

Auch interessant ist vielleicht dieser Artikel: Wie du es endlich schaffst langfristig dran zu bleiben!

 

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