Vegane Woche #1

Es ist Fastenzeit und ich ernähre mich zuckerfrei- UND 2 Wochen vegan. Warum, erfahrt ihr HIER.

Einige von euch werden wahrscheinlich vermuten, dass eine Woche vegan essen relativ komplikationslos über die Bühne geht, was soll schon dabei sein. Manche denken sich vielleicht, wozu zum Teufel tut man so etwas?!

Vegan bezieht sich auf viele Lebensbereiche: Kleidung, Shoppen, Kosmetik, etc.

Kathi von Cat on the rocks hat mir im Herbst von ihrem veganen Lebensstil erzählt- in dem verlinkten Interview könnt ihr einen Eindruck davon bekommen, was es bedeutet vegan zu leben- mit Haut, Haar und Kochlöffel.

Ich ernähre mich vegan für eine Woche- und eine weitere Woche steht mir noch bevor.

1 Woche ohne Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier. Was würdet ihr am meisten vermissen?

Ich könnte euch nun das Blaue vom Himmel erzählen und davon schwärmen, dass ich meine neue Berufung gefunden habe: Nämlich die ganze Welt davon zu überzeugen, dass Veganismus DIE Zukunft für die Menschheit bedeutet und Tiermorde, Tierhaltung und Tierquälerei, sowie Abgase durch die Produktion tierischer Produkte, das Leben auf der Erde zerstören wird. Es ist zwar wirklich schockierend, wozu die Menschheit fähig ist, aber Nein- ich werde euch dahingehend nicht versuchen zu bekehren. Ihr könnt also beruhigt weiterlesen.

Grundsätzlich ist es sonst nicht schwer einer veganen Ernährung nachzugehen: Reis, Nudeln (ohne Ei) mit Gemüse. Gemüse mit CousCous, Gemüse mit… Bulgur… und weiß der Kuckuck. Kokosjoghurt hier und Sojaschnitzel dorf…Aber ist das gesund? Obst, Obst, Obst…

Und das ganze Obst in Form von Smoothies nicht zu vergessen (wer mit Obstsäure kein Problem hat wird davon profitieren!)

Auf der Suche nach Eiweiß:

Gemüsegerichte ohne Fleisch essen ist mir nicht unbekannt, aber ohne Fisch, Eier und Käse?

Hand auf’s Herz: Ich habe geflucht, als ich Pancakes ohne Ei gebraten habe- es funktioniert nicht ! Brot mit Butter- sorry (Bio-)Margarine, während der Partner sich über sein Käsebrot hermacht?! Aaaaaaaaarg!

Nüsse passen wunderbar in Speisen- müsst ihr mal probieren. Sowohl in pikante, als auch in süße Gerichte, zum Beispiel geriebene Nüsse als Mehlersatz im veganen Schokokuchen:

Rezept findet ihr HIER!

Nüsse sind allerdings teuer!

Sojaprodukte schienen mir die Lösung  zu sein. Sojaprodukte aus biologischem österreichischen Anbau waren nur um das Doppelte und nicht um das Dreifache teurer als Milchprodukte- super. Meine Verdauung fand das nicht so prickelnd- leider vertrage ich die Produkte nicht sonderlich gut.

Inhaltsstoffe von veganen Chevapcici. Geschmacklich ganz gut dank den Gewürzen.

Ja, kann man essen… wer es verträgt.

Gemüse mit Sojadip? Hmmm, lecker!

Des weiteren gibt es noch so glutenhaltigen Bomben á la vegane Seitanwürstel – oder veganer Leberkäse. Die sind für die Verdauung eine Strapaze! Damit wollte ich meinem Körper  nicht vergewaltigen, daher habe ich sie auch nicht getestet.

Was ist eigentlich in diesem veganen Käse drin? Ich kann es euch sagen: Zucker und Fett! Null Komma Null Eiweiß enthalten!

Die Wurst hat ungefähr denselben gesundheitlichen Nährwert wie ein Donut- mit Kokosöl herausgebacken.

Weiter auf der Suche nach Proteine: Lebensmittel wie Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen) zierten meinen Teller- allerdings aufgepasst: Gekaufte vorgekochte Hülsenfrüchte enthalten Zucker, passt somit nicht in die Fastenzeit. Ok, keine Hülsenfrüchte. Hülsenfrüchte über Nacht einlegen und stundenlang selbst kochen? Oh Mann, ich habe keine Zeit dafür stundenlang auf den Herd aufzupassen. Mein Freund steht daneben und amüsiert sich köstlich über mein Problem, während er sein Omlette brät- mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Kichererbsen aus der Dose gehen- die gibt es ungezuckert. Gut, es gibt Humus- jeden Tag, zum Glück schmeckt der wirklich super!

Hier gehts zum Rezept!

Oder rote Linsen:

Hier geht’s zum Rezept!

Ja, die erste Woche sah wirklich nicht sehr rosig aus. Ich bin dem Veganismus trotzdem nicht negativ eingestellt- ich ernähre mich bestimmt deutlich ballaststoffreicher und interessanterweise habe ich auch überhaupt keinen Heißhunger, keine Lust auf Süß. Das kann aber auch daran liegen, dass ich ununterbrochen in der Küche stehe und Dinge probiere und teste. Ich bin dankbar, dass mein kleiner Engel so geduldig ist und sich mit sich selbst beschäftigen kann, während ich den Kochlöffel schwinge. Danke mein Schatz! <3

Ich fühle mich trotz der veganen Ernährungsweise körperlich richtig fit und habe eine gute Energie! Bis auf die Sojaprodukte habe ich das Gefühl, dass mein Körper weniger Energie für die Verdauung benötigt, auch wenn ich mit Fett nicht spare. Trotzdem fühle ich mich nicht so viel anders als sonst.

1 Woche versuche ich noch ohne Sojaprodukte meinen Alltag im veganen Lebensmitteldschungel (und zuckerfreien) noch zu meistern- insgesamt habe ich mir 2 Wochen vorgenommen.

Habt ihr schon einmal vegan gelebt, oder versucht euch vegan zu ernähren?

Anmerkung: Übrigens ist meine 1 jährige Tochter davon nicht betroffen, keine Angst!

 

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