Der Kampf mit den Kohlehydraten

Über kaum ein Thema in der Ernährungstheorie wird mehr diskutiert, als über die „bösen“ Kohlehydrate. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich liebe Kohlehydrate- Nudeln, Brot und Schokolade besonders gern 🙂
Und wann schmecken sie am besten? Abends 😉 Und wann sollte man sie meiden? – Abends 🙁
Sollte ja, aber muss man?

Unser Körper besteht aus Fett und Protein. Damit das Werk’l rennt, benötigt der Körper Energie, das er am liebsten direkt aus Nahrungszucker gewinnt (Achtung: Zucker= Kohlenhydrat; Ich meine damit aber nicht nur den weißen Industriezucker). Natürlich könnte der Körper auf die Fettreserven zurückgreifen, aber wer will schon auf die Notfallreserven zurückgreifen, wenn Zucker so reichlich zu Verfügung steht… Gewisse Organe benötigen sogar Zucker, zum Bsp das Gehirn, oder die Leber. Wir kennen das: Nicht gefrühstückt und ihr seid in der Arbeit und versucht euch zu konzentrieren > Fail! Man wird müde… das Gehirn ist überfordert. Und dann? Dann geht man auf Tauchstation in die Naschlade…
Wenn der Körper signalisiert, dass ihr Süßes essen sollt, ist es schon zu spät.

Um Kohlenhydrate richtig genießen zu können, empfehle ich eine gute Balance zu forcieren.

In der Früh: Kohlehydratreich (2 Fäuste in der Menge), zum Bsp Müsli oder Vollkornbrot, mittags 1 Faustmenge Vollkornnudeln, Reis und abends– keine Faust.
Dazu gibt es reichliche Proteine (zb. Milchprodukte, Fleisch, Hülsenfrüchte, Fisch…) und Gemüse/Obst.
Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob man Gewicht reduzieren möchte oder nicht. Gesundheitlich betrachtet profitiert der Körper von der Reduktion der Carbs abends: Die Zucker- und Insulinschwankungen (huiii… wäre wieder ein Thema für einen neuen Beitrag) des Körpers sorgen für ein unruhiges Ein- und Durchschlafen, verminderter Appetit am nächsten Morgen (Dadurch haben viele keine Lust auf Frühstück), Fütterung der Fett- Zellen an Hüfte und Co. Schlechte Schlafqualität erhöht auch die Gefahr für organische Erkrankungen, etc., da dem Körper zu wenig Zeit für die eigentliche Erholung bleibt. Es gibt noch tausend weitere Gründe.
Wenn ihr abends die energiereichen Carbs weglasst, bezieht der Körper nachts die Energie aus euren Fettzellen und é voila: Ihr reduziert Fett!

Ich habe für mich die goldene Mitte gefunden: Ich versuche an 4-5 Tagen die Woche die Kohlenhydrate abends auszulassen und dadurch gelang es mir 4 Monate nach der Geburt mein Ausgangsgewicht wieder zu erreichen und zu halten. Zugegebenermaßen ist das allerdings kein Richtwert für andere Frauen, da das zugenommene Gewicht sehr individuell steigt während der Schwangerschaft. Ich hatte in Summe 12kg zugenommen, und hatte „nur“ 6 kg nach der Geburt abzuspecken. Zusätzlich habe ich auch an 5 Tagen die Woche Naschereien völlig ausgelassen.
Ziel ist es nun meine Muskeln wieder aufzubauen- mit der Low Carb am Abend- Methode funktioniert das übrigens wunderbar, sofern man auch genügen Proteine zu sich nimmt. Ihr könnt es gerne ausprobieren, aber bitte beachten:
Was passiert, wenn ich ab mittags die Kohlenhydrate weglasse: Ich verweise auf die Zeile oberhalb- man landet ziemlich sicher mit der Nase in der Naschlade, nachmittags oder abends.

Warum habe ich Abends unbändigende Lust auf Kohlehydrate? Entweder hast du gerade mit Low carb gestartet, dann sei hart- der Körper braucht ca 3 Tage/Abende um sich daran zu gewöhnen, oder du hast zu wenig unter Tags gegessen.

Nochmals muss ich darauf hinweisen, dass meine Empfehlungen sehr allgemein und nicht individuell zu betrachten sind. Diese Methode funktioniert bei mir wunderbar, ein anderer benötigt vielleicht andere Empfehlungen.
Die Empfehlungen ersetzten auch keine Beratung. Für Sportler gelten auch wieder andere Gesetze, aber auch das ist wieder eine andere Geschichte…

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