Life Update März 2019

Seit 2,5 Jahren schreibe ich nun auf meinem Blog und bisher gab es eigentlich noch nie ein Life Update von mir. Das sollte ich einmal ändern :). Heute möchte ich dir erzählen, was sich 2019 Neues bei mir tun wird, denn es gibt  N e e e e e w s !

Wer mich kennt weiß, dass ich mit meinem Popo nie in Ruhe sitzen bleiben kann. Es gibt kaum Zeiten, wo ich nicht nach Fortschritt gestrebt habe- sei es sportlich, familiär oder beruflich.


„Der größte Feind des Fortschritts ist nicht der Irrtum, sondern die Trägheit.“ Henry Thomas Buckle

Es wird Zeit für neue Aufgaben!

Nach der Schwangerschaft und Karenzzeit, bin ich nun seit einem Jahr wieder beruflich im Management einer internationalen Fitnesskette tätig . Ich arbeite viel mit inspirativen Menschen zusammen und arbeite auch sehr gerne. Ich persönlich empfinde es als furchtbar den ganzen Tag daheim zu sein, ohne mit Menschen Kontakt zu pflegen. Daher war ich nach der Karenz sehr erleichtert, endlich wieder arbeiten zu gehen. Meine Tochter ging mit 1,5 Jahren halbtags zur Tagesmutter und nun mit 3 Jahren in den Kindergarten. Wir beide sind ähnlich gestrickt, denn zuhause halten wir es beide zusammen nicht sehr lange aus und werden unrund. Wir brauchen den Kontakt zur Außenwelt und genießen die gemeinsame Zeit zusammen dann auch umso mehr.

Ohne hier politische Diskussionen aufgreifen zu wollen, aber als in „Teilzeit arbeitende Mami“, stehen die Karrierechancen eher mager auf dem Arbeitsmarkt. Lange habe ich überlegt, wie ich aus dieser Stagnation ausbrechen soll, die eher untypisch für mich ist: Morgens früh aufstehen immer zur selben Uhrzeit, arbeiten, heimkommen, Kind niederlegen- jeden Tag der selbe Trott. Täglich grüßt das Murmeltier. Soll das die nächsten Jahre so weitergehen? In mir regte sich immer wieder der Drang aus diesem System auszubrechen, um mich weiterzuentwickeln. Sport half mir, meine persönlichen Grenzen zu spüren, meine Pace zu jagen, mich zu verbessern. Ich fokussierte mich daher die letzten 2 Jahre viel auf das Training und den Blog. Ich liebe das Schreiben, Recherchieren und Auseinandersetzen mit Wissen und mir selbst. Aber das reicht mir nun nicht mehr. Ich brauche Hirnnahrung, empfinde Glück und Zufriedenheit, wenn ich neues Wissen erhalte. Daher habe ich mich entschlossen einen weiteren Bildungsweg einzuschlagen und mich mit März für das Bachelorstudium Ernährungswissenschaften an der IUBH angemeldet.

Warum Ernährungswissenschaften?

Die Materie der Ernährung ist mir nicht unbekannt, auch aus beruflicher Sicht. Ich habe 2010 die Ausbildung an der Body &Health Academy zum Dipl. Vital- Ernährungstrainer abgeschlossen. So habe ich in meiner derzeitigen Firma Workshops und Vorträge abgehalten, selbst gecoacht,  Abteilungen aufgebaut, ein Ernährungsteam geleitet, Produkte eingeführt, Budgets geknackt. Kurz um, die letzten Jahre konnte ich definitiv zu den Besten meines Lebens zählen- nicht nur beruflich, sondern auch persönlich. Mit dem Bloggen habe ich mein Wissen im puncto Ernährung zusätzlich vertieft, lese andere Blogs und höre gerne anderen Coaches zu. Ich habe jedoch über die Zeit festgestellt, dass die Ernsthaftigkeit bezüglich ehrlichem Ernährungswissen in den letzten Jahren nicht mehr so groß geschrieben wird. Wissen ist schnell verfügbar, unter Google findest du sämtliche Antworten auf deine Fragen. Die Möglichkeit zur Weiterbildung im Selbststudium war noch nie zu einfach, wie heutzutage. Wer soll dann noch wissen, was man nun glauben darf und was nicht?! Jeder darf etwas online stellen, keiner liest mehr echte Bücher. Gerade der Ernährungsbereich ist so unglaublich komplex und muss individuell immer mit Kontexten in Relation gebracht werden (es passt auch nicht für jeden der selbe Trainingsplan). Stichwort: intermittierendes Fasten, Kohlehydrate abends, Low carb, etc. Ein bisschen Google da, ein bisschen Wikipedia dort, ein unglaublich kluger Fachbegriff und zack: viele glauben, das wars schon mit Ernährungswissen, mehr braucht man nicht.

Schnell wird man vom fancy Foodpixer zum „Ernährungsexperten“ ernannt.

Ich persönlich liebe den wissenschaftlichen Ansatz von Ernährungstheorien und kann biologische Vorgänge gut miteinander kombinieren. Bereits 2013 habe ich mein Glück versucht, dem Studium an der Uni Wien nachzugehen, um mehr von der Materie zu erfahren, die mich richtig begeistert. Bei einem 30 Stunden Job und verpflichtender Unipräsenz blieb es allerdings bei einem Semester und ich habe wieder abgebrochen.

Seit 2016 blogge ich über Ernährung und Sport, ich liebe die Arbeit „behind the scenes“

Es gibt viele kurze Ernährungsausbildungen (ähnlich jener, die ich gemacht habe), die inhaltlich alle nicht schlecht sind, meiner Meinung sogar teilweise praxisbezogener als trockene Laborarbeit auf der Uni. Die Gewerbeverordnung sagt jedoch, dass Dipl. Berater das individuelle Coaching nicht ausüben sollten. Zu den Zeiten meiner Ausbildung, durfte ich bezüglich Ernährung bei gesunden Menschen Empfehlungen abgeben, doch selbst diese Tätigkeit wurde nun auf „Wissens- und Kochworkshops“ reduziert- für mich auf Dauer uninteressant. Als Dipl. Ernährungscoach darf man in Österreich weder ein Gewerbe anmelden, noch Pläne schreiben oder individuell beraten. Umso erstaunter bin ich, dass „selbsternannte“ online Experten mit Ernährungsplänen um sich schmeißen, ohne sich darüber bewusst zu sein, dass sie das gar nicht dürfen. Ein Plan darf nur von einem Wissenschaftler- oder Diätologen erstellt werden. Ob ich mit meinem Studium danach Pläne schreiben werde, schließe ich nicht aus. Ich möchte mich allerdings nicht nur auf Beratung alleine versteifen.

Das Fernstudium wird zu 100% online absolviert, sogar die Tests. Es gibt auch in Wien ein Prüfungszentrum, zu dem man gehen kann. Wie in der Schule werden die Tests dann mit Stift und Papier durchgeführt. Bei Onlineprüfungen ist man mit dem Bildschirm direkt mit dem „Aufpasser“ verbunden. Man wird über eine externe Kamera beobachtet, mit der man zuvor das Mobiliar des Raums präsentieren muss, um Schummlerpotentiale auszuschließen . Das Anbringen von Spickzetteln ist nicht empfehlenswert und kann auch teuer werden, wenn man erwischt wird. Das Bachelorstudium ist in Vollzeit auf 9 Semester schaffbar, ich habe mich jedoch für ein deutlich längeres Modell entschieden, da ich weiterhin arbeiten gehe. Ich werde ca. 10-12 Stunden pro Woche abends aufopfern, wobei  mir auch der Freitag ganztätig zur Verfügung steht. Die ersten 6 Module, für die ich ca. ein halbes Jahr benötige, sind eher trocken auf Chemie- und Physik aufgebaut, unterscheidet sich kaum von dem Lernstoff der Uni Wien, nur dass die Laborpräsenz entfällt- welch ein Jammer!

Ich freue mich sehr auf das Lernen, die neue Herausforderung und fühle mich zu 100% mit der Materie wohl. Gerne lasse ich euch hier auch auf dem Blog an dem Wissen und diversen Studien teilhaben.

Nichtsdestotrotz darf auch der Sport nicht zu kurz kommen. Lernzeit ist nur möglich, wenn die Kleine schläft oder im Kindergarten ist. Wachzeiten kann ich mit ihr sportlich gut kombinieren. Zum einen habe ich eine tolle Kooperation mit MyGym in Gießhübl bei Wien aufgebaut, die es mir ermöglicht das Fitnessstudio mit Kind zu besuchen- ja ihr habt richtig gehört! So kann mich mein Kind zum Krafttraining begleiten, wie geil ist das denn? Gelaufen und Geschwommen wird natürlich auch regelmäßig, hier wird sich nichts ändern. Ohne Ziele wäre natürlich der ganze Sport für die Fische, daher möchte ich 2019 meine Ziele etwas erhöhen:

Ich möchte das erste Mal an einer olympischen Distanz teilnehmen. Aufbauend, möchte ich daher an folgenden Wettkämpfen teilnehmen:

31.3. Indoor Triathlon in Holmes Place Millennium Wien

7.4. Vienna City Marathon (Staffel: 11,4km Zieleinlauf)

12.5. Schwarzatal Triathlon, Sprintdistanz

25.5. Österreichischer Frauenlauf 10km

7.7. Womens Duathlon, lange Distanz

18.8. Fürstenfeld Triathlon, Olympisch

Ich habe diese Wettbewerbe so gewählt, dass sie trainingseffektiv wirken und mich aufgrund der Länge ideal auf die olympische Distanz vorbereiten.

Ab jetzt heißt es wohl: 2019, ich komme!

Klingt alles sehr viel und trotzdem darf man die Familie nicht vernachlässigen? Mein Freund unterstützt mich zum Glück so gut es geht. Beziehungszeit müssen wir fix in der Woche planen, dafür stehen mir fixe Lernzeiten zur Verfügung. Die Kleine wird von dem Studium nichts merken, da sie entweder abends schon schläft, oder in den Kindergarten geht.

Die Motivation ist groß und ich freue mich auf die neuen Challenges! Mit meinem Studium erfülle ich mir einen großen Traum, endlich wieder zu studieren- in einem Umfang, der mit Sport und Familie kompatibel ist und ohne sportliche Herausforderungen wäre natürlich ein Fitnessblog auch eher langweilig.

Wenn ihr die nächsten spannenden Monate nicht verpassen wollt, abonniert doch meinem Blog via Email!

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